Vortrag "Tod aus dem Schlot"

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Charlotte Brinkmann von Greenpeace Niederrhein und Tim Petzoldt von Greenpeace Köln erläuterten in der evangelischen Kirchengemeinde Erkelenz die von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie zu den Gesundheitsgefahren durch Kohlekraftwerke.
Anschaulich erklärten sie die Methodik der Studie und die schädlichen Auswirkungen der Kraftwerksemissionen. So treten die gesundheitlichen Folgen auch noch hunderte Kilometer entfernt auf.
Etwa 3.100 vorzeitige Todesfälle in Deutschland und Europa gehen jährlich auf das Konto deutscher Kohlekraftwerke. Alleine das von RWE in Niederaußem geplante Braunkohlekraftwerk BoAplus würde 214 zusätzliche Todesfälle verursachen.
Am Ende der "Regionalsynode Energie" verabschiedeten die Delegierten aus fünf Kirchenkreisen einen Beschluss, in dem es an zentraler Stelle heißt: "Die Planung und den Bau neuer Kohlekraftwerke lehnt die Regionalsynode ab. Sie spricht sich darum klar gegen jedes weitere Kraftwerk aus. Auch den Aufschluss weiterer Tagebaue lehnt die Regionalsynode ab. Beides ist nicht vereinbar mit dem Schutz der Menschen und der Mitwelt."
Dieser Beschluss wird der Landessynode der Evangelischen Kirche Rheinland, dem obersten Beschlussgremium der rheinischen Kirche, zur weiteren Beratung zugeleitet.

Greenpeace fordert darüber hinaus:

  •     Umsetzung der EU-Richtlinie über Industrieemissionen
  •     in allen europäischen Landern ohne Verzögerungen
  •     Schadstoffreduktion durch "Beste-verfügbare-Technik"
  •     Kohleausstiegsgesetz:
  •     Braunkohle 2030 und Steinkohle 2040
  •     Atomausstieg bis 2015
  •     100% Erneuerbare Energien bis 2050

Die Referenten stehen gerne für weitere Vorträge bereit.

Weiterführende Links

Greenpeace-Artikel
Komplette Studie