Ölbohrungen im Wattenmeer

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Auf einem Greenpeace-Schiff über die Nordsee Eine Woche lang auf der Beluga II entlang der Nordseeküste segeln - klingt nach einem Traumurlaub. Die Realität sah für den 64-jährigen Rudolf Brinkmann, Mitglied von Greenpeace Niederrhein, allerdings anders aus.
Aufgrund einer anhaltenden Flaute blieben die Segel eingerollt und ein Motor musste das Plattboot antreiben. Da nur bei ablaufendem Wasser ein Auslaufen möglich ist, steuerte der Kapitän meist mitten in der Nacht durchs Wattenmeer. Der Schlaf kam bei dem Motorlärm auf dem ohnehin unbequemen Bett oft zu kurz. Als das Schiff eines Nachts weitab eines Hafens vor Anker lag, musste jedes Besatzungsmitglied abwechselnd Ankerwache übernehmen.

Tagsüber bauten die Greenpeace-Aktivisten in Cuxhaven, Büsum, Husum, Bremerhaven und Wilhelmshaven Infostände auf, um über geplante Ölbohrungen im Wattenmeer aufzuklären. Außerdem führten sie Einheimische und Urlauber durchs Schiff. An manchen Tagen konnten mehrere Hundert Unterschriften gesammelt werden, das erfüllte alle mit Stolz. Die Stimmung unter den neun Umweltschützern war sehr gut. Beim gemeinsamen Essen wurde viel gelacht. Nach anfänglicher Skepsis akzeptierten auch die jungen Studenten den pensionierten Lehrer Rudi. Zwischendurch blieb Zeit, um ein Eis zu schlecken, aufs Meer zu schauen, zum Strand zu radeln und ein erfrischendes Bad zu nehmen.

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Keine Ölbohrungen im Wattenmeer
NRZ-Artikel